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Historie
1995 - 1996 - 1997 - 1998 - 1999 - 2000 - 2001 - 2002 - 2003 - 2004

1. Januar
Zwölf Erwachsene der Christengemeinschaft in Bielefeld beraten seit Wochen ein neues Projekt: Etwas so Ungewöhnliches soll es sein, daß alle Beteiligten völlig neue Erfahrungen mit sich selbst und den Anderen machen können. Durch Vermittlung eines Hamburger Pfarrers besteht die Möglichkeit ein Zirkuszelt zu leihen. Gegen 23.30 wird der Beschluss gefasst: Wir machen Zirkus. Was das bedeutet, weiß niemand, hat niemand je gemacht. Aber: Wir werden es tun!
13. Januar
Nicht nur Zirkus, sondern auch ein Märchenzelt wird geplant. Wir träumen von lockeren Ferien mit ein bißchen Arbeit und Kultur.
18. Januar
Ein erstes Gespräch mit dem Zirkus über die Modalitäten: im Gespräch ein mulmiges Gefühl, Frage: Wissen wir, weiß der Andere was wir tun?
19. Januar
Es geht um große Summen.
26. Januar
Zirkus Mignon vermietet uns Zelt und Wagen.
30. Januar
Manfred Schütz/Hannover sagt die Trainingsleitung zu.
Wulf Saggau/Frankfurt sagt Regie und Dramaturgie zu. Außerdem ist er Sprachgestalter und da gibt es viel zu tun: Die Manege ist rund und wer kann schon im Kreis sprechen UBUNTU soll etwas anders sein als ein normaler Zirkus. Es soll eine Rahmenhandlung geben, etwas, was unsere artistischen Unzulänglichkeiten auffängt - etwas wie ein modernes Märchen.
12. Februar
Die Arbeit an der Geschichte "Die Geschichte im Circus UBUNTU" beginnt.
25. Februar
64 Kinder erscheinen zum ersten Training. Die ersten Menschen im Umkreis erklären uns für völlig verrückt.
4. März
Nr. 1 der CirCuZei(tung) erscheint. Die Geschichte ist fertig und bekommt einen Namen: "Rubina"
13. März
Drei Künstler stellen ihre Arbeit für ein Plakat zur Verfügung.
14. März
Immer wieder stellen Freunde und Mitfahrer Geld zur Verfügung. Die Gemeinde übernimmt eine Risikobürgschaft über 20.000 DM.
22. April
Die Geschichte wird den Artisten vorgestellt. Wir sind sehr gespannt, ob sie den Artisten gefällt. Das tut sie: 12 melden sich für die Titelrolle.
29.April
Die Tourneeorte liegen fest. Wir wollen nach Schleswig-Holstein, die Luft, der Himmel, die See locken uns ... und die Urlauber mit Zeit. Zum Glück gibt es Freunde; einer davon stellt uns das erste Programmheft zusammen, besorgt einen Fotografen, sorgt für alles was damit schon was ein Proof ist?
1. Mai
Circus Mignon hat eingeladen, wir sollen doch mal sehen, wie man ein Chapiteau aufbaut.
5. Mai
Die Lichtanlage wird konzipiert und gebaut. Die Stative entstehen im Garten hinter dem Haus, was die Presse zum ersten Bericht lockt.
16. Mai
Das Plakat ist entstanden, mehrfach angeschaut,geändert und geht in Druck. Wie viele braucht man wohl? Mit 10.000 sind wir gut beraten - sie halten drei Jahre. Die gleiche Zahl Handzettel reicht vorn und hinten nicht; dafür haben wir einige Programme zuviel.
21. Mai
Alle sind geschminkt im Kostüm zum Fotografen.
5. Juni
UBUNTU feiert Pfingsten.
11. Juni
Die Ereignisse und Entscheidungen beginnen sich zu überstürzen: Requisiten, Geräte, Zelte, Bänke, Tische, Kocher, die Fahne, Busse und Bustransfers, Prüfen aller Fahrräder, Schulung und Übung in Kolonnenfahrt, Training, Proben, Musik, Schminke, Abschminke, fehlendes Geld, Werbung, Improvisationen noch und nöcher ...
8. Juli
In Hamburg übernehmen wir Zelt und Wagen. Unsere erste Tournee beginnt mit einem Fiasko: Alle LKW sind zu klein, wer staut wie was, wo soll das alles nur enden? Wichtige Menschen "outen" sich.
13. Juli
UBUNTU feiert Premiere in Bielefeld. In der zweiten Vorstellung macht ein Zuschauer darauf aufmerksam, dass die Sitzreihen langsam zusammenbrechen - Vor laufenden WDR-Kameras, mit einem BILD-Reporter im Zelt gelingt es - während der Vorstellung - alles wieder gerade zu ziehen. Während der dritten Vorstellung geht ein Unwetter nieder - um die Kostüme sauber zu halten, werden die Artisten zur Manege getragen; die Rondellstangen und das Gradin versinken im Matsch. Diese Großwetterlage wird in den folgenden Jahren für UBUNTU in Bielefeld typisch, man kann sich darauf verlassen: Packt UBUNTU sein Zelt aus, gibt es Unmengen von Regen, überlaufende Keller, usw.
16. Juli
Tourneestart durch sechs Städte in Schleswig-Holstein. Ab 22.00 Uhr wird gepackt. Ein 12m Auflieger ist schneller voll als gedacht. Der Schreckensruf, der Wagen sei völlig überladen und hänge auf der Achse, bringt alles zum Stillstand. Nach einer halben Stunde wird der Fahrer geweckt und klärt uns auf. Luftfederung pumpt den Wagen erst mit laufendem Motor hoch. Trotzdem müssen wir in dieser Nacht einen zusätzlichen Lkw mieten. Um 6.30 Uhr ist alles fertig. Die Bielefelder Freunde räumen den Platz hinter uns auf. Wir können los ...
In Kronshagen empfängt uns ein Unwetter, Stunde um Stunde vergeht, ohne dass wir mit dem Aufbau beginnen können.
Die Artisten sitzen im LKW auf der Ladung, Frau Braun organisiert und schmiert Brote, die dann durch das Halbdunkel des Wagens von Hand zu Hand wandern, bis sie einen Empfänger finden. Gegen Abend bemerken wir, dass wir die Schlafzelte in Hamurg vergessen haben. Das freundliche Team von Mignon bringt sie nach und lächelt über unser Chaos.
22 Presseberichte; 2 TV-, 1 Radiosendung. Till Haase - der Pfarrer - will uns mal sehen ... und bleibt bei uns.
In Sierksdorf hängt die Tournee an einem seidenen Faden: Der entscheidende Haken der Seilanlage verbiegt beim Spannen! 2 Tonnen Zugkraft können jeden Augenblick das Stahlseil durch die Manege peitschen. Der Chief hat es im wahrsten Sinne des Wortes um Haaresbreite noch bemerkt. UBUNTU der ganze Circus dankt dem Circusengel.
Nicht dankbar sind wir dem, der die Routen für die Trecker festlegt, er hat - völlig logisch - kleine Wege vorgesehen, die sich manchmal aber als Radwege herausstellen. Der Troß fährt sich fest und braucht 2 Stunden, um die langen Wagen zu wenden. Den Preis für den schönsten Platz bekommt Kellenhusen, nur 30m trennen uns von der Ostsee. Jeden Abend wird der Seewetterbericht abgehört: Es könnte ja Sturm geben. Wir schaffen die erste Tournee ohne ernsthafte Zwischenfälle.
In Bielefeld erwartet uns ein Berg von Post der Gäste.
August
Irgendwo auf einer Straße taucht ein Schriftzug auf: UBUNTU lebt weiter.
Langsam aber sicher wird den Verantwortlichen klar, daß es wirklich so sein muss; die Kinder und Jugendlichen wollen weitermachen. Eigentlich wollten wir jetzt Schluss machen, denn es ist wahr: Wir sind verrückt. Eine Tournee ist eine einzige Strapaze, eine Qual ohne Schlaf, ohne Bett, ohne geregelte Mahlzeiten, eine Strafe, eine Dummheit, ein Leben mit der steten Frage was passiert als Nächstes, was platzt, versagt, stinkt, brennt, versinkt, weht weg, ist nicht zu reparieren ... . Unsere Tournee ist eben etwas so Großartiges und Schönes, dass sich (fast) alle einig sind: Es kann weitergehen.
2. Oktober
Drei Abschlussvorstelllungen in Bielefeld - alle ausverkauft. Die zwölfjährige Farina schenkt uns ihren Zirkuswagen.
November
Die Kinder und Direktoren beschließen die Tournee für 1996. Die Arbeit an der neuen Geschichte beginnt. Die Techniker suchen Wagen und Zugmaschinen quer durch Deutschland. Die zwei ersten Trecker werden gekauft. "Farina" unser erster Zirkuswagen bricht völlig zusammen.
Dezember
Darlehen und Spenden ermöglichen den Auftrag für das eigene Zelt. Die Warteliste zeigt 114 Teilnehmer. Wir müssen beschließen: Nicht mehr als 100 Mitfahrer. "Emma" - die Zugmaschine - kommt. Drei Sattelauflieger und eine Zugmaschine werden gekauft.
Inhalt

Januar
Das Training für "Paula" beginnt mit drei neuenTrainern. Die Post bringt täglich Briefe mit der Frage "Wann seid ihr wo?"
Februar
Bei Frost und Schnee beginnt - unter freiem Himmel - der Wagenbau. Jeder Teilnehmer hat ein Gepäckfach - Maße 60x39x53 cm - mehr nicht.
März
Der Zirkus hat keinen Pfennig mehr - nichts ist fertig! Es finden sich wieder Spender. Unsere Schulden? Ca. 36.000,-DM. Die Rollen und Aufgaben sollen verteilt werden. 100 Menschen!!! Die DEKRA sagt den Bau der Sitzreihen zu.
April
Mit Hochdruck wird seit Wochen an den 236 Kostümen genäht. Wir stellen fest, daß unsere Tournee zwar geplant, aber nicht durch Verträge abgesichert ist! Termine und Orte müssen umgestellt werden. Der große Zeltmast kommt vom Schweißen zurück.
Mai
Firma HIRO-LIFT baut und schenkt uns eine Seilanlage. Der Wagen "Farina" ist neu aufgebaut und feiert Richtfest. 50 Erdanker und 36 Rondellstangen werden geschmiedet und gemalt. UBUNTU feiert Pfingsten im eigenen Zelt. 100 Teilnehmer nennen einen Wunsch, der im Mast eingraviert wird.
Juni
Es ist nicht mehr zu schaffen! Die Technik zerreißt uns. Krisensitzungen und -Gespräche häufen sich. Und immer wieder: kein Geld. Zwei Nächte am Computer, das Programmheft muss zum Drucker. Vielleicht sollten wir einfach aufhören.
2. Juli
UBUNTU feiert Premiere in Bielefeld.
5.Juli
Wir haben es geschafft: UBUNTU ist wirklich unterwegs.
7.Juli
Der letzte Trecker kommt mit dem Toilettenwagen in Sierksdorf an. 18 Stunden Fahrt! Auf den letzten 50 Metern ein Plattfuß. Die Tournee wird wieder ein Erfolg; an vielen Orten werden wir schon erwartet. Beim Abbau in Eckernförde erleben wir eine Sensation, Schnitzel in Pilz-Sahnesoße nachts um halb drei. Diese Mahlzeit wird Tradition. Kronshagen beschert uns eine Wette: Zeltmeister und Chief glauben nicht, daß der Circus um 19.00 Uhr - nach nur 4 Stunden - aufgebaut ist. Das mangelnde Vertrauen müssen sie teuer bezahlen: 100 Portionen Eis sind fällig. Der Platz in Laboe ist schön, aber nur ein Viertel von dem, was wir eigentlich brauchen - die Zelte werden aneinander abgespannt. Schnüre über Schnüre verstellen alle Lagerwege. Wir lernen den Storchengang. Stolz auf unser nagelneues Zelt wollen wir es waschen, wenigstens abspülen. Am Ende der Aktion gibt es nichts trockenes mehr auf dem Platz: UBUNTUS erste Wasserschlacht ergötzt die Anlieger und wird Tradition. Die Rückfahrt der Trecker ist eine einzige "Repara-Tour" sie dauert drei Tage. Emma platzt auf der Autobahn ein Vorderreifen - bei 80 km/h.
August
Die Vorstellungen an Wochenenden in Hannover und Detmold zeigen unsere Grenzen. Wochenendzirkus - mal eben so - das geht nicht!
Oktober
Fünf Vorstellungen zum Tourneeschluss in Bielefeld. 68 Mitfahrer unterschreiben für die Tournee 1997. Ob es ein weiteres Jahr für den Zirkus gibt, weiß noch niemand.
November
Das Direktorium findet sich neu. Vladimir Egorov aus St. Petersburg stellt sich vor. Ein Profi bei Ubuntu?
Dezember
Die Entscheidung fällt: es gibt eine Tournee im nächsten Jahr. Mancher atmet auf, mancher fürchtet sich, aber: Wir wagen es. Die Arbeit an der neuen Geschichte beginnt. Ein neuer Regisseur - Brigitte Müller - aus Kiel sagt nicht ja, nicht nein. Ubuntu wird Pfingsten in Hamburg sein, so fehlen uns zwei Monate Probenzeit.
Inhalt

Januar
Die Geschichte geht durch alle Höhen und Tiefen. Nicht nur die Zirkusoma (85) braucht einen Wohnwagen, auch die Trainerfamilie. Beschluss: Vladimir Egorov soll kommen. Dreimal verschwindet der Brief auf dem Weg nach St Petersburg. Das deutsche Konsulat bestätigt: Visa in drei Wochen! Das Training beginnt mit 54 Teilnehmern.
Februar
Vladimir hat noch kein Visum. Das Stromaggregat kommt von der polnischen Grenze, die Fahrer werden fast verhaftet. "Emmas" Heizung funktioniert nicht: Fahrer und Bremsanlage frieren ein. Vladimir hat noch kein Visum, aber in 14 Tagen soll es soweit sein.
März
Wagenbau und -reparatur kommen gut voran. Ein Kassenwagen wird geplant. Der dritte Hanomag kommt, Technik: ok, Optik: na ja.
April
Der vierte Hanomag nach 23 Stunden Fahrt in Bielefeld. Der Unimog gibt auf: Getriebeschaden. Das Konto ist bei 0,00DM. Pfingsten drängt und drückt.
25. April
Fünf Tage vor dem ersten Aufbau erleidet unsere Sattelzugmaschine einen totalen Motorschaden! Reparatur unmöglich, Ersatz ca. 20000,- DM. Niemand weiß, wie wir in 10 Tagen nach Hamburg kommen.
1.Mai
Ubuntu spielt für die Kinderkrebshilfe in Kaunitz. Die Zugmaschine ist noch immer unklar. Wir leihen uns einfach eine.
7.Mai
Alles kann man leihen, auch Zugmaschinen! Es ist nur eine Frage des Preises. UBUNTU kommt nach Hamburg ... und spielt 8-mal. Vladimir erklärt das Programm für fertig.

Juli
Die Tournee beginnt, 72 Menschen sind dabei. Fünfmal versinken wir in Regen und Schlam. SAT1, RTL und Presse berichten ausführlich. Am letzten Tag in Kronshagen wirft jemand einen Blick auf die Plakate für Eckernförde und siehe da, wir haben ein Problem! Der Termin ist falsch, wir haben keinen Reisetag, sondern sollen in 16 Stunden umgesetzt haben und zwei Vorstellungen geben. Unmöglich!! Was sagt die Manegenrunde dazu? Das schaffen wir! Ein extra Zeit- und Arbeitsplan wird erstellt: Jede Arbeit muß auf zehn Minuten genau erledigt sein. In dieser Nacht gibt es eine neue Arbeitsgruppe, sie soll nichts anderes tun, als Getränke und das kleine Süße, sowie beste Laune über den Platz tragen. Wir kämpfen gegen die Zeit, aber alle Arbeit klappt. Ab 8.00 Uhr wird aufgebaut und die Vorstellung beginnt. Immer wieder und an den unmöglichsten Orten findet man Mitarbeiter, die einfach umgefallen sind und schlafen. 15.03 Uhr beginnt die erste Vorstellung des Tages. Der Applaus zeigt, wir haben trotz unserer unendlichen Müdigkeit noch Spannung im Programm. Die Tournee ist ein Erfolg. Rund 10000 Menschen waren im Zelt.
Oktober
Fünf Vorstellungen sind nach drei Tagen ausverkauft. 72 Mitfahrer melden sich für 1998 an. Schulden am Jahresende: 27.000 DM. Familie Schütz verabschiedet sich für ein Jahr: Wir suchen Trainer!
November
Die Direktoren gehen in Klausur, um neue Strukturen zu finden. Manuela und Roger stellen sich vor Dezember Die Arbeit an der neuen Geschichte beginnt.
Inhalt

Januar
Das Training beginnt Emma hat noch keinen neuen Motor. Ein Sponsor kündigt sich an. Der älteste Trecker wird komplett zerlegt.
Februar
Das Kostümzelt ist in der Wäscherei: 3000DM. Die Traumfänger werden vorgestellt, mancher mag diese Geschichte nicht ... soviel Streit!
März
Die Lichtanlage wird neu konzipiert. Der Cafewagen muss neu eingerichtet werden. Wir haben 50.000 DM Darlehen - Danke! Besuch vom Circus Roncalli! Peter und Gabor Trainieren mit uns. Unser Pfarrer (Haase) bekommt einen neuen Stall, mit Krankenabteil.
April
Die Osterferien bringen eine Woche Training. 1. Durchlauf des neuen Programmes. Die Zirkuskapelle formiert sich. 500 Plakatständer gehen in die Produktion. Wie kriegen wir den Ton hin?
Mai
Die Farina wird neu eingerichtet.Der siebte Trecker, und ein Lichtpult kommen. Der R27 unser ältester Trecker wird wieder zusammengebaut, und läuft auf Anhieb.- Hurra! Wer hat Platz für eine wetterfeste Seilanlage? Pfingsten zeigt das Chaos im Progamm - viele Szenen werden überarbeitet. Horst Wilgenroth schenkt uns eine Drehorgel - Danke!! Das Zelt bleibt bis zur Premiere stehen.
Juni
Die Nächte werden länger, Tage scheint es nicht mehr zu geben, wer macht Zeltwache? Emmas Motor wird instandgesetzt ... läuft alles ? Das Programmheft, mal wieder ein Nachtschattengewächs, geht zum Drucker.
22. Juni
Premiere in Bielefeld. Es folgen sechs ausverkaufte Vorstellungen. Die Bielefelder werden böse, weil sie keine Karten mehr bekommen.
24. Juni
Das Zelt ist überfüllt.
25. Juni
Die Regentournee beginnt. Rotenburg a.W. - ausverkauft, Hamburg enttäuschend leer. Cirque du soleil macht Konkurenz.
30.Juni
Horst Wilgenroth der gute Freund und Förderer des Circus stirbt. Die Nachricht trifft uns an einem Aufbautag. Aber: Morgen ist die nächste Vorstellung und sie wird stattfinden.
4. Juli
UBUNTU -der Circus nimmt an der Trauerfeier teil und gestaltet sie mit. Die Arbeit geht anschließend weiter, mit drei Stunden Verspätung wird ab 18.00 Uhr aufgebaut. Morgen ist die nächste Vorstellung. Wir versinken! Regen und Matsch und Schlamm! Ständig melden irgendwelche Zelte "Land unter". Fast alle sind erkältet.
Damp ist die Krönung! Zuschauer und Mitarbeiter laufen über Stege und Bohlen. Alles ist schmutzig, kalt, nass und klamm ... . Zugmaschinen und Wagen fahren sich fest. Selbst ein großer Bagger kann uns nur mit Mühe befreien.
In Laboe droht Fieber für alle! Der Chief bietet Fußbäder und -massagen an. Von 25 Tourneetagen sind nur vier trocken! Unsere Geschichte ist unsere Geschichte: Streit, Launen und Stimmungen begleiten uns. UBUNTU aber lebt weiter!
August
Rolf Brinkmann, Freund und Förderer lädt die Gäste seines 60. Geburtstages zu einem ungewöhnlichen Fest: UBUNTU gibt eine Ehrenvorstellung.
September
Das Wochenende in Hannover ist früh ausverkauft.
Oktober
Die sechs Abschlussvorstellungen auf dem Johannisberg (natürlich im strömenden Regen) sind ausverkauft. Wieder unterschreiben 62 Menschen den Vertrag für 1999. Wir müssen unser erstes Winterquartier verlassen, es wird abgerissen. Der ganze Troß wird vorbereitet, auf einer Wiese abgestellt zu werden. Die Techniker weinen: Schon einmal - 1996 - mussten sie bei Schnee und Eis unter freiem Himmel arbeiten. 48 Stunden vorher bekommen wir ein neues Domizil zugesagt. Es ist ein echtes Luxushotel: Heizung, Wasser, WCs, Mannschaftsräume, Küche, Konferenzzimmer ... Wir beschließen: Wir wagen den Neubau von sechs Mannschaftswagen, die wir aus Holland kaufen wollen.
November
In Meppen entdecken wir unseren Kostümanhänger, einen 9m-Jumbo. Auf abenteuerlichen Wegen kommt er nach Bielefeld. Der Regen läßt uns keine Ruhe, wo kommen die Mannschaftswagen her? Werden es 1999 doch wieder Zelte? Ende des Monats kommen tatsächlich die ersten 6m-Wagen aus Holland. Drei davon werden sofort abgerissen. Das Dach der Halle hängt jetzt voller Wagendächer, die Fahrgestelle werden entrostet, Bremsen und Zuggabeln müssen erneuert werden. Die Arbeit wird Monate dauern.
Dezember
Zwei Tage vor Weihnachten kommen die letzten Wagen, jetzt fehlen noch zwei neue Trecker und eine Zugmaschine, dann können wir ... alles reparieren. Die Vorbereitungen für den Tag der offenen Tür beginnen. Ein Zirkus im Winterlager, mit freundlichen Mitarbeitern, die alles zeigen und erklären, das müßte doch interessant sein, obwohl der Jahrestag der Gründung der 1. Januar ist ...
Inhalt

Januar
Rund 1000 Menschen besuchen uns - meistens Fremde - wir gewinnen neue Freunde und müssen für die Bielefelder Vorstellungen endlich ein größeres Zelt haben, denn viele Besucher berichten, daß sie keine Karten bekommen hätten. UBUNTU steht wieder einmal im Wort. Wie machen wir es nur? Das war vor genau fünf Jahren auch die Frage ... . Der Tag der offenen Tür hinterlässt seine Spuren: wir müssen gut aufräumen und haben viele neue Freunde und viele Anfragen: Kinder, Jugendliche und Erwachsene wollen mitfahren - manchmal auch mitarbeiten. Die Schilderung des hohen ehrenamtlichen Eisatzes schrecken manchen doch ab. Wir müssen lernen, in dieser Beziehung noch härter und konsequenter zu werden.

März
Der Wagenbau kommt gut voran; wir beschränken uns auf drei, die wir komplett neu machen. Die Abteile haben 12,3 qm, darauf sollen 12 Mitarbeiter wohnen und schlafen, ihre Sachen unterbringen und sich auch noch wohlfühlen. Viele Zeichnungen werden gemacht und gehen hin und her, werden angeschaut und zerknüllt. Der Manegenboden muß erneuert werden, der alte ist nicht mehr zu pflegen. Lange Gespräche drehen sich um die Frage ob unsere Musik über eine Verstärkeranlage gehen soll. Was gut klingt, hat eine hohe Leistung und ist sehr teuer. Kontakte aus alten Zeiten (als der Chief noch Festivals organisierte) ermöglichen eine hochwertige PA- Anlage. Kosten: 5000,-

Mai
Der Manegenboden wird geliefert und nach den alten Teilen zugeschnitten - wie sollen wir ihn schützen? Bio, normal, Gift? Es gibt eine neue Zugmaschine: Eine Magirus! Leider steht schon Iveco drauf und Robert stöhnt: "Eine Schande für den Zirkus! Den fahr ich nie!"
Der WDR will eine Reportage über uns drehen: Ein Tag Präsenz für ca 12 Minuten Sendezeit. Wir lachen uns kaputt, als der Tausendfüßler 24 mal die gleiche Szene laufen muß. Der Reporter hat keine Ahnung wovon er berichtet und macht sich und uns lächerlich. Voller Genuss pinkelt ihm der Elefant über die Hose ... die Rache des kleinen Tieres.
Jonas findet einen Hanomag, ein schlimmes Stück Arbeit für viele Wochen. Vorahnungen überfluten das Winterlager: Es gibt einen Käufer und wir müssen raus. Das Training läuft gut, wenn man von den vielen kleinen und großen Dramen absieht. Die Tournee soll beginnen, nachdem unsere Wagen viel zu spät und viel zu unfertig beim TÜV waren. Die Neuen brauchen eine Allgemeine Betriebserlaubnis. Niemand weiß woher die Bremsen kommen, entsprechend fehlen die Papiere und Berechnungen. Alle Reifen werden moniert - Felgen und Reifengrößen sind in Deutschland nicht aufzutreiben. Till führt 73 Telefonate mit holländischen Firmen. Eine erwartet eine Lieferung per Schiff in Rotterdam ... aus Korea! Als das Schiff in den Hafen läuft, stehen Ubuntus parat. Zufällig hat der Händler noch ein paar unverkäufliche neue, aber fünfzehn Jahre alte Achsen rumliegen. ... mit Papieren! ã Till, kauf alles was Du kriegen kannst! Egal zu welchem Preis! Till kauft und kommt völlig überladen in Bielefeld an.
Am nächsten Tag ist der letzte mögliche TÜV-Termin. Wir präsentieren neue Achsen mit neuen Papieren und Berechnungen. Der Prüfer staunt. Leider haben wir vergessen, die neuen Bremsen einzustellen und die Mechanik auszurichten. Selten sind wir so beschimpft worden - zu Recht!! Zwei Schraubenschlüssel, vier schwitzende Ubuntus und alles findet ein gutes Ende. Die Wagen fahren vom TÜV direkt zur laufenden Vorstellung und in der gleichen Nacht auf Tour.
Juli
Die Tournee beginnt und wird eine harte Prüfung für alle. Aber erfolgreich! Viele schöne Begegnungen, Gespräche und Erlebnisse, Sturmwarnung, Plattfüße, und staunende Gesichter, wenn wir mit unseren Treckern und den neuen Wagen auflaufen. Am Ende stimmt unsere Kasse endlich wieder, es bleiben ein paar Tausender für das kommende Jahr! Aber ohne die Darlehen der Firma Voelkl würden wir es nicht schaffen! Hoffentlich kommen sie auch im nächsten Jahr!?
August
Die Gerücht bestätigen sich: zum 1. November müssen wir unsere Hallen räumen! Die Hilferufe an alle Freunde und in der Presse bringen viele Tips, aber außer stundenlangen Gesprächen, Bitten und Betteln ergibt sich nichts.
September
Wieder in letzter Minute finden wir die GAB, die wollen uns helfen, aber alles ist besetzt. Wir suchen Ausweichmöglichkeiten für das DritteWeltProjekt, finden die Johanniter, die haben drei Container (voller Müll) die das THW haben soll, die aber nur einen brauchen und nicht wissen, wann sie sie transportieren sollen. Wenn nun die Johanniter dem THW und wir der GAB den Müll wegräumen, könnte es klappen, daß eine Halle in der GAB frei wird, aber nur, wenn die Maler einverstanden sind und deren neue Werkstatt eine teure Heizung bekommt, die wir aus Kiel holen können, wenn unsere Iveco am Montag fahren kann. Die hat aber keine Papiere, wie auch die Heizung in Kiel, also alles anders denken und doch nicht frei, aber wir können bei der Wege für ein paar Tage etwas abstellen, denn der Käufer unserer Hallen will unbedingt zum 30. 12. uns raushaben. Fröhliche Weihnachten hatten wir nicht!
Oktober
Wir ziehen um! In der neuen Halle müssen wir als erstes einen Zwischenboden einziehen, um die vielen alten und neuen Materialien unterzubringen. Mit Teilen eines Hochregales bleiben wir beweglich, denn wer weiß, wann wir wieder umziehen?
Inhalt

Januar
Es hat geklappt! Wir waren pünktlich zum 30.12.1999 raus und in einer neuen Halle, die wir uns aber mit dem Carnival der Culturen teilen müssen. Deren Kostümdesigner fällt in Ohnmacht, als wir in der Halle die Motoren anlassen und schwarze Dieselwolken sein Kostümlager durchziehen. Seitdem dreht er seine Carnevalsmusik um 100 db auf, sobald wir die Halle betreten und entzündet Armeen von Räucherstäbchen, die uns zum K... bringen. Wer arbeitet lauter, duftender, staubiger? Der Chief brüllt zum ersten Mal in der Geschichte einen anderen an. Der verzieht das Gesicht und versucht es noch einmal, aber wehe, wenn der Chief rot sieht! Wer hätte das von ihm gedacht? Und dass er solche Worte kennt. Seit dem ist relative Ruhe in der Halle, aber niemand mag dort gerne arbeiten. Der gute Nachbar gibt zu, daß die Kinder ihn nerven. Interessant, denn er bekommt sein Geld vom Staat auch für Arbeit mit Kindern.
Viele alte Ubuntus haben sich von uns verabschiedet ... . Auch ein Ubuntu braucht nach fünf Jahren einmal Urlaub. So sind wir nur 56 in diesem Jahr und viel zu jung und viel zu klein für die viele Arbeit. "Es ist wie damals, am Anfang, als keiner wusste, wie es gehen wird und kann." Auch die Stimmung bei unseren Kleinen ist wie damals: freudige Begeisterung, mutige und manchmal tollkühne Absichten. Eine herrliche Rasselbande. Freude am üben und das stete Bemühen es besser und noch besser zu machen ... aber die Kräfte ... unsere erfahrenen Jugendlichen lassen manchmal die Köpfe hängen: Wie sollen wir das bloß schaffen? Und doch soll es losgehen.
Wer keine eigenen Kräfte hat, muß Aufträge vergeben, Neues kaufen und gut planen. So suchen wir wieder einmal günstige Dinge in ganz Deutschland. Zum Beispiel einen Ladekran für die neue Emma.
Februar
Marcel stellt im Februar seine Jahresarbeit an der Waldorfschule vor: Bau eines Circuswagens. Damit hat Ubuntu vier neue Wagen. Einen baut das Berufsbildungszentrum für Zimmerleute. So ist es uns versprochen. Wochen vergehen, nichts rührt sich, wir fragen nach: Keiner weiß was, aber es wird schon werden. Die Zeit vergeht. Nach Wochen fragen wir wieder nach; und nach weiteren Wochen wieder; und nach Wochen wieder ... Bringt her den Schei ... heißt es dann irgendwann und von da an ist einer von uns stets damit beschäftigt, Material und Maße hin und her zu fahren. Wir haben uns sehr darüber gefreut und sie haben sich viel Mühe gegeben. Danke. Jetzt sind es fünf.
Februar
Erinnern Sie sich? Emma I war eine wunderschöne MAN Zugmaschine, groß und stark, mit runder Haube und Allradantrieb. Leider hat sie uns nur zwei Jahre gedient, dann war ihr Motor so kaputt, dass die Fahrer hinter uns den Scheibenwischer einschalten mussten, um das Öl abzuwischen. Emma I war Schrott und stand aus Wehmut und Zuneigung immer noch auf unserem Platz. Die neue Emma kommt von der Post und war einmal ein Schneepflug. Rund 300 Stück sind von dieser Art gebaut. Magirus steht auf ihrer kurzen Schnauze und ein Ladekran soll 25000,- DM kosten. Wir finden in der berühmten letzten Minute einen für 15 und schlagen zu. Damit stimmt unser Fuhrpark in diesem Jahr, denn wir haben nicht einmal genug Fahrer für die Trecker, also müssen manche Touren zwei- und dreimal gefahren werden. Zwei von uns sind bei jedem Umsetzen eine Nacht und einen halben Tag unterwegs.

März
Eine Sensation ist der Kostümwagen, der endlich aus dem Jumbo-Anhänger entstanden ist, der seit zwei Jahren bei uns war. 110 qm Kostümzelt auf Rädern und in einer Stunde aufgebaut.Sein Innenleben ist genau und gut durchdacht: sechs Schminkplätze, 12 Transportschränke für die rund 250 Kostüme, ein Medikamentenschrank, Heizung, gepolsterte Stauräume für die Musikinstrumente, eine Heizung, Licht, saubere Rollböden, usw ... usw ... . Zirkusleute beneiden uns und kommen immer wieder um zu plinsen (sprich: Ideen zu klauen).
Mai
In der Turnhalle tobt das Leben. Wir haben keine fremden Trainer, sondern "nur" alte Ubuntus, die plötzlich sehr gefordert und manchmal auch überfordert sind. Aber die Geschichte vom Ring der Harmonie erzählt wieder unsere eigene Entwicklung. Die meisten Dinge schaffen wir in Harmonie und auch sozialer Schönheit. Es ist eine Riesenfreude die frische Energie und Bereitschaft der Neuen zu spüren, den freundlichen Ton und den Feuereifer.
Juni
Trotz aller Bedenken und unfertigen Arbeiten geht es auf Tournee. Es wird unsere ruhigste und friedlichste. Die Großen arbeiten bis zum Umfallen und schaffen es jedesmal rechtzeitig fertig zu sein. Es ist eben ihr Zirkus und Ehrensache, daß er so ist wie er sein soll.
Am dritten Spielort wird der Toilettenwagen und die Küche bis nachts um drei noch gewaschen.
Das ist UBUNTU: vielleicht nicht immer pünktlich, aber letztlich doch schön auch im drumherum.
Die Nacht nach Gütersloh wird der Albtraum aller Fahrer. Auf regennasser Fahrbahn rammt ein Pkw ein Treckergespann von der Seite. Der Mannschaftswagen wird zum Totalschaden, da der Rahmen in S-Form verzogen ist. Per Handy gehen die Katastrophen- und Schockmeldungen eine Stunde hin und her, bis wir wirklich wissen: keinem Fahrer ist etwas passiert! Emma II muß ihre erste, überlange Nachttour abbrechen und zu Hilfe kommen. Vier Stunden brauchen wir um das Gespann von der Straße zu bekommen. Die Polizei erweist sich wieder einmal als Freund und Helfer dieses Zirkus und sperrt die Straße und wartet geduldig ... . Vier Stunden Arbeit in strömendem Regen an einem zerstörten Wagen zwischen verstörten Fahrern. Mit dem Wissen, daß dies unsere längste Strecke ist und wir die Betten dieses Wagens unbedingt brauchen. Tränen und Zornausbrüche wechseln sich ab. Aber wieder haben wir Glück, nach 24 Stunden rollt der Wagen vorläufig wieder. Zimmerleute, Schmied und Schlosser haben einen Tag gebraucht, und mit etwas Glück hält er diese Tournee durch. Das tut er auch wirklich! Schief und krumm quält er sich über 700 km und ist für 8 Menschen ein trockenes Zuhause. Danke an die Vielen, die dazu beigetragen haben.

Juli
Elmshorn wird der Albtraum für die Seiltänzer. Wieder einmal reißt ein Zugseil während des Aufbaues. Der mörderische Knall und die umstürzenden Podeste schaffen Angst und Schrecken, der allen in die Glieder fährt und dort für einige Zeit sitzen bleibt. Tränen fließen in Strömen - noch vier Stunden bis zur Vorstellung! Und natürlich machen alle dort ihre Nummer. Das ist Ehrensache.
Mit Elmshorn verbindet sich auch unsere erste Erfahrung mit dem Schiff. Alle Gespanne fahren mit der Fähre. Ein herrliches Bild, das auch die Fährleute begeistert. Eine Meisterleistung wird die Verladung von Emma II, denn sie macht ja zwei Touren und zieht zwei Wagen und mit jedem Wagen muß sie einen Container befördern. Eine tolle Aufgabe: Den ersten Wagen und ersten Container aufs Schiff, Überfahrt, runter vom Schiff, Wagen abhängen, Kranstützen ausfahren, Kran ausfahren, Spanngurte lösen, Container anhängen, abheben, absetzen, Kran einfahren, Stützen einfahren, Gurte und Haken verstauen, wenden, wieder aufs gleiche Schiff, Überfahrt, runter vom Schiff, Wagen anhängen, Kranstützen ausfahren, Container anhängen, anheben, absetzen, Spanngurte ansetzen, spannen, Kran einfahren, Stützen einfahren, Gurte und Haken verstauen, wenden, wieder aufs gleiche Schiff, ... und das in jeweils neun Minuten! Fährleute und Fahrer haben ihren Spaß. Für die Ubuntus wieder etwas, was eigentlich unmöglich ist: geschafft!
Das ist die Stimmung der ganzen Tournee. In Ottersberg fragt jemand, was der Kran denn gekostet hat und wieviel noch fehlt. Der Chief stammelt. Ja wieviel fehlt denn noch? Dreitausend! Minuten später bekommt er einen Scheck über diese Summe in die Hand gedrückt. Danke, Danke, Danke!
Das schlechte Wetter dieses Jahres hat uns sehr geholfen - oder hat es sich rumgesprochen, daß Ubuntu gut ist- denn unser Zelt war immer voll und sehr oft ausverkauft. Diese Tournee verläuft wirklich ruhig und still, friedlich und ohne große Pannen. Na, nicht ganz: Auf der Rückfahrt erlebt ein Gespann den Schreck seines Lebens. Mitten auf einer ruhigen Landstraße fährt die Iveco mit dem Caféwagen still vor sich hin, das Wetter ist sonnig und trocken, die Stimmung locker und entspannt. Plötzlich gibt es einen Knall, Geschepper und Gepolter. Im Rückspiegel sieht der Fahrer, das sich die Straße mit irgendwelchen sperrigen, wirbelnden, funkensprühenden großen Teilen füllt. Der Anhänger springt, rumpelt und schrebbelt. Weltuntergang? Reifen? Wagen in sich gebrochen? Wer fährt hinter uns? Anhalten, Warnblinker, aussteigen ... Und da liegt er dann ... der Kellerkasten hat sich aus seiner Verankerung gelöst und seinen Inhalt, Getränkekisten, Gartenstühle und -tische, Seile und Werkzeug komplett auf der Fahrbahn verteilt. Zum Glück konnte das Auto hinter uns rechtzeitig ausweichen!
August
Alle Gespanne sind wohlbehalten von der Tournee in unsere Halle zurück gekehrt. Alexander macht noch einen Rundgang und traut seinen Augen nicht: Unsere schöne, mühsam restaurierte Mercedes-Zugmaschine - kaum ein Jahr gebraucht - ist in einer stillen Sommernacht in Flammen aufgegangen. Brandstiftung. Schaden: 16.000,-DM. Der Planenaufl ieger steht daneben, bleibt fast verschont, nur die Plane verschmort. Schaden 2.500,- DM.
September
Ein Gutachter nimmt unseren „Unfallwagen“ in Augenschein, der Unfallhergang wird rekonstruiert.
Oktober
Im Herbst spielen wir wieder in Hannover im neuen Zelt des Projektes von Manfred Schütz an der Waldorfschule Bothfeld. Dann zum endgültigen Saisonschluss noch einmal in Bielefeld. Ein Teil unserer Wagen steht von nun an unter freiem Himmel im Regen, Schnee und Hagel, gerade eben durch einen Bauzaun geschützt. Ab und zu müssen wir alles räumen, wenn unser Gastgeber das Gelände braucht. So fahren wir alles für drei Tage irgendwohin, dann holen wir es wieder. Wegen dieser Fahrten müssen alle Fahrzeuge angemeldet bleiben, Steuer und Versicherung kosten ein ...geld. Einige Wagen werden uns aufgebrochen, andere verwüstet, alle mit Farbe beschmiert. Unsere Werbeente wird aufgeschlitzt und innen mit Öl versaut, Schaden: 2.500,- der kleine Pkw-Anhänger wird aufgeschlitzt, Schaden: 800,- DM. Und wir finden keine neue Halle, die wir uns leisten können.
November
Im Oktober haben wir über 120 Anmeldungen für das nächste Jahr, aber intern so viele Fragen an die Zukunft, dass wir erst im Dezember mit den Gesprächen anfangen werden. Unser Chief will und wird nach sechs Jahren zurücktreten! Wie kann und soll es weitergehen, wo brauchen wir ihn und keinen anderen, wo können wir ihn entlasten, wer übernimmt welche Aufgaben, wer ist kompetent, wer wird kompetent, welche Strukturen haben, brauchen, suchen wir? Viele Fragen, viele Meinungen, viele Argumente
und endlose Gespräche ... Wir haben Wege gefunden, der Chief bleibt dabei, aber soll nur noch ein Drittel dessen tun, was früher war ... ob er das schafft? ... ob wir das schaffen?
Inhalt

Januar
Wieder haben wir eine sehr junge Mannschaft, aber viele alte und Erfahrene sind zurückgekommen und freudig dabei. Ubuntu hat sich verändert, ob sie es merken und damit umgehen können? An der Geschichte wird lange und intensiv gearbeitet, die Erfahrungen des vergangenen Jahres wollen verarbeitet werden. Die letzten Texte entstehen im März.
Die Techniker sind völlig verzweifelt, die Stellflächen in der GAB mussten im vergangenen Dezember geräumt sein.
So stehen unsere Wagen wieder einmal über ganz Bielefeld verteilt.
Februar
Im Februar erst finden wir eine neue Fläche und ein Dach, richten uns ein, zahlen furchtbare Miete, frieren und haben kaum Platz zum arbeiten. Kein öffentliches Verkehrsmittel, nicht genug Strom, keine Heizung.
März
Mehrere Presseartikel führen endlich zum sieben Jahre ersehnten Erfolg: Die Volksbank bietet uns ein Wohnhaus mit Verwaltungsgebäude, großer Werkstatt, fünf Garagen ,einem gepflasterten großen Hof und einer großen Wiese an. Das alles nicht etwa an fünf Stellen, sondern auf einem Grundstück drei Minuten von unserem ersten Winterlager entfernt.
Miete: machbar. Vermieter: will uns helfen und unterstützen. Da bleibt nur eins: Hurra!!!!!
Endlich kann die Ubuntu -die Schule werden!
April
Fieberhaft beginnen wir alle möglichen Arbeiten gleichzeitig: Den Umzug mit Tonnen von Material, allen Wagen, den Ausbau des Dachgeschosses, die erweiterte Heizungsanlage, die neuen Fenster, die Gespräche mit den Mitarbeitern, die Suche nach neuen Kräften, Verhandlungen über die Verträge, den Umzug des Circus, die Planung der Räume, das neue Programm, die Tourneeplanung, die Werbung für das Circusjahr, Gespräche mit Kooperationspartnern, Finanzverhandlungen, dem Schulrat, Lehrern, und und und ... und ... fast wäre es untergegangen: Wir sind ein Circus und wollen auf Tournee.
Pfingsten steht das Zelt auf "unserem" Gelände.
Und Pfingsten beginnt der härteste Angriff auf unser Projekt.
Mai
Es macht Spaß und Freude, die neuen Hallen und Räume zu ergreifen und einzurichten. Mit ganz viel Schwung schaffen wir beides, das Neue und das Alte, den Circus.
Juni
In der Premierenwoche stirbt unsere Circusoma, von Gütersloh aus nehmen wir im Aufbahrungsraum Abschied und gestalten von Ottersberg die Trauerfeier mit. Zum ersten Mal in der Geschichte dieses Circus fallen dort zwei Vorstellungen aus. Bei aller
Aufregung wird es eine schöne Tournee, mit vielen Zuschauern, einem guten Direktorium und vielen guten Begegnungen.
August
Die ersten Kinder kommen für das Circusjahr und beziehen ihre eigenen Wagen, sobald sie sie restauriert und eingerichtet haben. Mancher kann einen Schraubenzieher nicht von einem Schraubenschlüssel unterscheiden, wir fangen also von ganz unten an. Alles muss improvisiert werden, aber es geht!
Herbst
Zu viel Arbeit, wir kommen nicht zum Tagebuch.
Dezember
Das Direktorium beschließt im Dezember die Tournee 2002 dennoch durchzuführen. Niemand weiß wie es gehen kann, Ubuntu wird sich verändern, aber wir glauben an die Größe unserer Idee.
In der Premierenwoche stirbt unsere Circusoma, von Gütersloh aus nehmen wir im Aufbahrungsraum Abschied und gestalten von Ottersberg die Trauerfeier mit. Zum ersten Mal in der Geschichte dieses Circus fallen dort zwei Vorstellungen aus.
Im August kommen die ersten Kinder für das Circusjahr und beziehen die Wagen.
Alles muß improvisiert werden, aber es geht! über Weihnachten entsteht eine neue kleine Treckerhalle, jetzt sind alle geschützt - endlich! Die Sache mit unserem Chief läßt uns nicht zur Ruhe kommen. Trotz unseres Vertrauens kann er im Moment nicht für Ubuntu arbeiten. Wir wissen nicht, wie es ohne ihn gehen soll. Viel,viel Zeit vergeht mit guten und weniger guten Gedanken, mit wenn und aber, mit Sorgen, Angst und Schrecken. Wieder einmal spüren wir, wie leicht es ist von außen auf Ubuntu zu gucken und alles besser zu wissen.
Inhalt

Januar
Mit einer Sylvesterparty in der Holzwerkstatt eröffnen wir das Jahr.
Wir werden mit schweren Verlusten zu tun haben: Marcel braucht echten Urlaub von allem, Katharina ist in Amerika, Alexander bekommt keinen Urlaub, Frau Terbuyken kann die Küche nicht übernehmen, Rolf kann nicht dabei sein, und so fort. Aber wir haben einen neuen, jungen Chief. Feierlich wird ihm im Kreis der neuen Mannschaft die berühmte Trillerpfeife übergeben und alle nehmen sich vor, ihm zu helfen und ihn bei seinen vielen Aufgaben zu unterstützen.
Ubuntu wird wieder rollen, allerdings beschließen wir: nur drei Wochen und maximal 60 Mitfahrer. Bei über 100 Anmeldungen sind das rund dreißig schmerzhafte Absagen.
Unsere Werkstätten sind reichlich belegt und voll bis unters Dach, Robert und Ludger, Inka und Frau Handt sind jetzt hauptamtlich für das Circusjahr tätig, wohnen mit in den Wagen oder im Haupthaus und sind unendlich fleißig.
Februar
Die Geschichte steht, das Training beginnt, wir haben einen sehr guten Vorstand im Verein und ... wir sind guter Dinge. Was immer auch noch kommen mag, es wird eine Tournee 2002 geben! Danach werden wir weitersehen und viele Dinge entscheiden müssen.
März
Die neue Zugmaschine, eine der ersten Straßenzugmaschinen nimmt Form an und entpuppt sich als wunderschön! Hätten wir die zweite auch nehmen sollen?
April
Es sieht gut aus, die Tournee ist in Sicht. Alle Vorbereitungen sind im Zeitplan (wenn man die typische Ubuntu-Verzögerung dazunimmt). Wir versuchen uns zu etablieren und erstellen ein Budget, an das wir uns halten wollen. Mit dieser Neuerung werden wir in den nächsten Jahren immer klarer und einfacher unseren Haushalt be- und überwachen können! Viele Stunden gehen mit Grundsatzfragen ins Land.
Mai
Wären da nur nicht so viele ehrenamtliche und gutwillige Helfer und Gedanken und Menschen und Kinder, wie leicht könnten wir alles verwalten! Aber wir bleiben uns treu und hoffentlich auch menschlich. Unsere Ideen wollen wir leben und nicht verwalten. Auch das bleibt Thema für die nächsten Jahre.
Juni
Die Tournee beginnt, mit einem Senior und einem Junior-Chief. Ob die beiden das alles klarkriegen und sich nicht streiten, oder die Mannschaft durch unterschiedliche Entscheidungen verwirren? Alle sind gespannt.
Juli
Es klappt! Wir haben eine gute und spannende Tournee, mit vielen alten und neuen Gästen und entdecken Schleswig-Holstein ganz neu.
August
Es tut sehr gut in ein großes und bequemes Winterlager nach Hause zu kommen.
Obtober
Es steht fest, der Chief wird versetzt. Was nun?
Die Circusschule beschließt nach Elmshorn zu gehen
Herbst
Es wird wirklich Herbst in Bielefeld. Der Vorstand des Trägervereins sucht Menschen, die das Circusprojekt verantwortlich übernehmen. Was aber ist eine Circusschule ohne Circus? Wird das Material zukünftig hin und hergehen? Ist jeder für sich Ubuntu, oder gibt es Ubuntu-Nord und -Süd? Ein Dach – zwei Dächer? Oder besser Trennung? Wer sagt wann, was den Kindern und Jugendlichen, den Eltern?
Oktober
Der Vorstand setzt sich eine Frist, denn die Schule sucht nach Räumen, sollen sie mit oder ohne Circus suchen? In vier Wochen müssen die Menschen gefunden sein, die den Circus in Bielefeld weiter tragen, sonst geht alles nach Norden!
Dezember
Die Menschen sind nicht gefunden. Viele, viele sind angesprochen, Vieles ist durchdacht, geplant, verworfen. Der Vorstand und die Mitgliederversammlung beschließen den Umzug beider Projekte nach Horst/Holstein, wo inzwischen der Heidehof gefunden
ist.
Am 6. dieses Monats fährt der erste Lkw nach Horst. Am 25. die Kolonne der Trecker und Mannschaftswagen – sie braucht fast drei Tage! Ein Begleitfahrzeug versorgt Fahrer und Beifahrer bei trockenem, aber eiskaltem Wetter alle zwei Stunden mit geheiztem Wohnwagen, Kaffee, Tee und allen erforderlichen Mahlzeiten, sowie den freudigen Pausengesprächen. In Horst erwartet sie ein provisorischer Fahnenmast, an dem die Fahne bereits munter flattert, und eine Gruppe von über zwanzig Menschen, die eine warme Halle und eine warme Mahlzeit bereithält. Welch ein Empfang in der neuen Heimat!
Inhalt

Januar
Bis zum 6. Januar rollen noch 16 Lkw-Ladungen fast pausenlos. In Horst stehen nachts um 1.00 oder 3.00 Uhr Helfer bereit, um abzuladen, denn jede Stunde Miet-Lkw ist teuer, teilweise lösen sich drei Fahrer ab. In Bielefeld ist es natürlich schwieriger, denn wer mutet sich schon gern zu, seinen Traum einzupacken und davonfahren zu sehen. Und das wird in den folgenden Jahren immer wieder ein Thema sein: Musste das denn sein? Es war doch so schön. Hätten wir es nicht doch geschafft? Wir haben es versucht, der Vorstand hat sich endlos bemüht die Menschen zu finden. Es war niemand bereit.
Frühjahr
Alles ist zu spät, die Geschichte, die Vorstellungsgespräche, der Trainingsbeginn, der Wagenbau, die Materialpflege, die Organisation. Die Schneider finden keine Kostüme, weil der Raum dafür völlig zugestellt ist, überall finden sich Kartons, Kisten, ganze Schränke scheinen verloren, alles zu spät, zu neu, eben alles anders! Wir hetzen nur hinterher, die Kinder kommen zu kurz, der Umgangston wird hart, die Trainer kennen Ubuntu nicht, die Regisseure haben noch nie Ubuntu in der Manege gesehen und ... und ... und ...
Wie gut, dass das Gelände so schön und ruhig ist und jeder Neubeginn auch viel Kraft gibt.
Vier Wochen vor der Tournee kommt Katharina aus England und steigt in die Regie ein. Mit unendlichen Konflikten ordnet sie das ganze Programm neu, arbeitet mit den Schauspielern, dem Licht, den Clowns. Die vielen Konflikte, Krisen, Debatten bringen ein wunderschönes Programm. Wir können uns sehen lassen! Drei neue Lkws, ein neuer Küchenwagen, ein Stromaggregat kommen auf den Hof. Wie? Das wissen wir auch nicht mehr so genau.
In Bielefeld gründet sich unser drittes Projekt: UBUNTU -die Bühne. Wir atmen alle auf, dort entsteht eine gute Lösung für die Kinder. Enge Zusammenarbeit wird vereinbart, gegenseitige Anteilnahme und Besuche.
Sommer
Ja, es gibt eine Tournee und sie ist ein voller Erfolg: Zuschauerrekord!
Die Bühne feiert Premiere und hat tolle Erfolge.
Herbst
Ja, es gibt einen Herbst. Wir merken es, weil die hundertjährigen Eichen um uns herum ihre Blätter fallen lassen und wir die auch noch wegschaffen müssen.
Winter
Nein, es gibt keine echte Winterpause, kein Atemholen, kein Ausruhen. Es gibt nur aufräumen, einräumen, umräumen, planen, verwerfen, bauen und abreißen.
Inhalt

Winter
Wieder starten wir mit guten Gedanken und guten Leuten. Vieles wird einfacher, denn jetzt gibt es schon erfahrene Neue Ubuntus, die schon viel Verantwortung übernehmen können und wollen.
Die Erwachsenen und Eltern sind ungemein fleißig in der Technik, Organisation und Verwaltung. Was man hier zusagt, das wird gehalten und erfüllt sich, spätestens wenn es wirklich gebraucht wird. Nicht immer in der Schönheit, mit der wir groß geworden sind, aber alles wird praktisch und gut ausgeführt. Es läuft ...und läuft gut.
Sind wir jetzt etabliert?
UBUNTU –die Institution?
Manchmal vermissen wir Alten die vielen Diskussionen und Streitgespräche über die elementaren Fragen wer oder was UBUNTU ist, suchen sogar den Streit, aber alles geht gut. Und wir machen wieder gewaltige Schritte: Die gesamte Elektroanlage wird neu geordnet und noch sicherer. Die neue Manegenbeleuchtung entsteht ...
und ein schönes Programm. Alles ist gut!

Sommer
Eine sehr anstrengende Tournee, denn allzu oft stehen wir nur zwei Tage an einem Ort. Das macht hektisch, verspannt und gereizt. Als wir es merken, ist es schon zu spät um noch etwas zu ändern. Die Erschöpfung am Ende der Tournee ist nicht die freudig begeisterte mit dem Grundton: Wir haben es geschafft!!
Sondern eher still und müde: Ja, ja, wir haben es gemacht. Was diese Artisten zeigen, wenn sie trotzdem strahlend und freudig in die Manege gehen, ist eine enorme und nur zu lobende Leistung. Die Spannungen zwischen Erwachsenen und Jugendlichen werden in mehreren Manegenrunden thematisiert, aber wir schaffen noch keine Lösung.
Das rächt sich am Ende: Einer unserer treuen Mitfahrer verlässt uns im Zorn. Schade! Hätten wir es lösen können? Waren unsere Nerven überlastet? Wir überfordert? Nicht aufmerksam genug?
September
Wir wagen wieder ein Gastspiel in Ottersberg: Alle Vorstellungen ausverkauft! Ottersberg ist ein bisschen wie „nach Hause kommen“. So freudig werden wir überall begrüßt.
Und mehr noch: Wir bekommen die Adresse einer guten Oldtimer-Werkstatt... und im Januar des folgenden Jahres als Spende die Reparatur aller Trecker in eben dieser Werkstatt. Zum zweiten Mal überrascht uns dieser Jemand an diesem Ort mit einer sehr großzügigen Spende. Damals den Kran, jetzt die Trecker. Vielen Dank!
Oktober
Unsere Saisonschlussvorstellungen sind fast ausverkauft. Bei der traditionellen Rückschau aller, im Glashaus des Schümann-Hofes,
gibt der Chief ein Versprechen: Keine Zwei-Tage-Termine mehr auf Tournee! Ob er das halten kann??
November
Noch immer sind nicht alle Abschlussgespräche geführt! Die Einladungen zu knapp, hundert Neuvorstellungen gehen heraus. Die Termine beginnen...
Dezember
Immer wieder war von einem neuen Buch die Rede. Ludger und Philippe bohren und bohren. Ein „unverbindlicher“ Besuch in der Druckerei Medialis in Berlin bringt ein sehr gutes Angebot und hohe Druckqualität. Wir könnten es schaffen...
Aber nur, wenn unsere Freunde uns Darlehen dafür geben! Mindestens 20.000,- € sind erforderlich. Ob wir das auch noch stemmen?
Oder sollen wir erst um Hilfe bei der Finanzierung des Hofes bitten? Das Ergebnis – egal welches - wird zu sehen sein.
Inhalt
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