Geschichte 2004

Winter
Wieder starten wir mit guten Gedanken und guten Leuten. Vieles wird einfacher, denn jetzt gibt es schon erfahrene Neue Ubuntus, die schon viel Verantwortung übernehmen können und wollen.
Die Erwachsenen und Eltern sind ungemein fleißig in der Technik, Organisation und Verwaltung. Was man hier zusagt, das wird gehalten und erfüllt sich, spätestens wenn es wirklich gebraucht wird. Nicht immer in der Schönheit, mit der wir groß geworden sind, aber alles wird praktisch und gut ausgeführt. Es läuft ...und läuft gut.
Sind wir jetzt etabliert?
UBUNTU –die Institution?
Manchmal vermissen wir Alten die vielen Diskussionen und Streitgespräche über die elementaren Fragen wer oder was UBUNTU ist, suchen sogar den Streit, aber alles geht gut. Und wir machen wieder gewaltige Schritte: Die gesamte Elektroanlage wird neu geordnet und noch sicherer. Die neue Manegenbeleuchtung entsteht ...
und ein schönes Programm. Alles ist gut!

Sommer
Eine sehr anstrengende Tournee, denn allzu oft stehen wir nur zwei Tage an einem Ort. Das macht hektisch, verspannt und gereizt. Als wir es merken, ist es schon zu spät um noch etwas zu ändern. Die Erschöpfung am Ende der Tournee ist nicht die freudig begeisterte mit dem Grundton: Wir haben es geschafft!!
Sondern eher still und müde: Ja, ja, wir haben es gemacht. Was diese Artisten zeigen, wenn sie trotzdem strahlend und freudig in die Manege gehen, ist eine enorme und nur zu lobende Leistung. Die Spannungen zwischen Erwachsenen und Jugendlichen werden in mehreren Manegenrunden thematisiert, aber wir schaffen noch keine Lösung.
Das rächt sich am Ende: Einer unserer treuen Mitfahrer verlässt uns im Zorn. Schade! Hätten wir es lösen können? Waren unsere Nerven überlastet? Wir überfordert? Nicht aufmerksam genug?

September
Wir wagen wieder ein Gastspiel in Ottersberg: Alle Vorstellungen ausverkauft! Ottersberg ist ein bisschen wie „nach Hause kommen“. So freudig werden wir überall begrüßt.
Und mehr noch: Wir bekommen die Adresse einer guten Oldtimer-Werkstatt... und im Januar des folgenden Jahres als Spende die Reparatur aller Trecker in eben dieser Werkstatt. Zum zweiten Mal überrascht uns dieser Jemand an diesem Ort mit einer sehr großzügigen Spende. Damals den Kran, jetzt die Trecker. Vielen Dank!

Oktober
Unsere Saisonschlussvorstellungen sind fast ausverkauft. Bei der traditionellen Rückschau aller, im Glashaus des Schümann-Hofes, gibt der Chief ein Versprechen: Keine Zwei-Tage-Termine mehr auf Tournee! Ob er das halten kann??

November
Noch immer sind nicht alle Abschlussgespräche geführt! Die Einladungen zu knapp, hundert Neuvorstellungen gehen heraus. Die Termine beginnen...

Dezember
Immer wieder war von einem neuen Buch die Rede. Ludger und Philippe bohren und bohren. Ein „unverbindlicher“ Besuch in der Druckerei Medialis in Berlin bringt ein sehr gutes Angebot und hohe Druckqualität. Wir könnten es schaffen...
Aber nur, wenn unsere Freunde uns Darlehen dafür geben! Mindestens 20.000,- € sind erforderlich. Ob wir das auch noch stemmen?
Oder sollen wir erst um Hilfe bei der Finanzierung des Hofes bitten? Das Ergebnis – egal welches - wird zu sehen sein.