Geschichte 1997

Januar
Die Geschichte geht durch alle Höhen und Tiefen. Nicht nur die Zirkusoma (85) braucht einen Wohnwagen, auch die Trainerfamilie. Beschluss: Vladimir Egorov soll kommen. Dreimal verschwindet der Brief auf dem Weg nach St Petersburg. Das deutsche Konsulat bestätigt: Visa in drei Wochen! Das Training beginnt mit 54 Teilnehmern.

Februar
Vladimir hat noch kein Visum. Das Stromaggregat kommt von der polnischen Grenze, die Fahrer werden fast verhaftet. "Emmas" Heizung funktioniert nicht: Fahrer und Bremsanlage frieren ein. Vladimir hat noch kein Visum, aber in 14 Tagen soll es soweit sein.

März
Wagenbau und -reparatur kommen gut voran. Ein Kassenwagen wird geplant. Der dritte Hanomag kommt, Technik: ok, Optik: na ja.

April
Der vierte Hanomag nach 23 Stunden Fahrt in Bielefeld. Der Unimog gibt auf: Getriebeschaden. Das Konto ist bei 0,00DM. Pfingsten drängt und drückt.

25. April
Fünf Tage vor dem ersten Aufbau erleidet unsere Sattelzugmaschine einen totalen Motorschaden! Reparatur unmöglich, Ersatz ca. 20000,- DM. Niemand weiß, wie wir in 10 Tagen nach Hamburg kommen.

1.Mai
Ubuntu spielt für die Kinderkrebshilfe in Kaunitz. Die Zugmaschine ist noch immer unklar. Wir leihen uns einfach eine.

7.Mai
Alles kann man leihen, auch Zugmaschinen! Es ist nur eine Frage des Preises. UBUNTU kommt nach Hamburg ... und spielt 8-mal. Vladimir erklärt das Programm für fertig.

Juli
Die Tournee beginnt, 72 Menschen sind dabei. Fünfmal versinken wir in Regen und Schlam. SAT1, RTL und Presse berichten ausführlich. Am letzten Tag in Kronshagen wirft jemand einen Blick auf die Plakate für Eckernförde und siehe da, wir haben ein Problem! Der Termin ist falsch, wir haben keinen Reisetag, sondern sollen in 16 Stunden umgesetzt haben und zwei Vorstellungen geben. Unmöglich!! Was sagt die Manegenrunde dazu? Das schaffen wir! Ein extra Zeit- und Arbeitsplan wird erstellt: Jede Arbeit muß auf zehn Minuten genau erledigt sein. In dieser Nacht gibt es eine neue Arbeitsgruppe, sie soll nichts anderes tun, als Getränke und das kleine Süße, sowie beste Laune über den Platz tragen. Wir kämpfen gegen die Zeit, aber alle Arbeit klappt. Ab 8.00 Uhr wird aufgebaut und die Vorstellung beginnt. Immer wieder und an den unmöglichsten Orten findet man Mitarbeiter, die einfach umgefallen sind und schlafen. 15.03 Uhr beginnt die erste Vorstellung des Tages. Der Applaus zeigt, wir haben trotz unserer unendlichen Müdigkeit noch Spannung im Programm. Die Tournee ist ein Erfolg. Rund 10000 Menschen waren im Zelt.

Oktober
Fünf Vorstellungen sind nach drei Tagen ausverkauft. 72 Mitfahrer melden sich für 1998 an. Schulden am Jahresende: 27.000 DM. Familie Schütz verabschiedet sich für ein Jahr: Wir suchen Trainer!

November
Die Direktoren gehen in Klausur, um neue Strukturen zu finden. Manuela und Roger stellen sich vor Dezember Die Arbeit an der neuen Geschichte beginnt.