Geschichte 1998

Januar
Das Training beginnt Emma hat noch keinen neuen Motor. Ein Sponsor kündigt sich an. Der älteste Trecker wird komplett zerlegt.

Februar
Das Kostümzelt ist in der Wäscherei: 3000DM. Die Traumfänger werden vorgestellt, mancher mag diese Geschichte nicht ... soviel Streit!

März
Die Lichtanlage wird neu konzipiert. Der Cafewagen muss neu eingerichtet werden. Wir haben 50.000 DM Darlehen - Danke! Besuch vom Circus Roncalli! Peter und Gabor Trainieren mit uns. Unser Pfarrer (Haase) bekommt einen neuen Stall, mit Krankenabteil.

April
Die Osterferien bringen eine Woche Training. 1. Durchlauf des neuen Programmes. Die Zirkuskapelle formiert sich. 500 Plakatständer gehen in die Produktion. Wie kriegen wir den Ton hin?

Mai
Die Farina wird neu eingerichtet.Der siebte Trecker, und ein Lichtpult kommen. Der R27 unser ältester Trecker wird wieder zusammengebaut, und läuft auf Anhieb.- Hurra! Wer hat Platz für eine wetterfeste Seilanlage? Pfingsten zeigt das Chaos im Progamm - viele Szenen werden überarbeitet. Horst Wilgenroth schenkt uns eine Drehorgel - Danke!! Das Zelt bleibt bis zur Premiere stehen.

Juni
Die Nächte werden länger, Tage scheint es nicht mehr zu geben, wer macht Zeltwache? Emmas Motor wird instandgesetzt ... läuft alles ? Das Programmheft, mal wieder ein Nachtschattengewächs, geht zum Drucker.

22. Juni
Premiere in Bielefeld. Es folgen sechs ausverkaufte Vorstellungen. Die Bielefelder werden böse, weil sie keine Karten mehr bekommen.

24. Juni
Das Zelt ist überfüllt.

25. Juni
Die Regentournee beginnt. Rotenburg a.W. - ausverkauft, Hamburg enttäuschend leer. Cirque du soleil macht Konkurenz.

30.Juni
Horst Wilgenroth der gute Freund und Förderer des Circus stirbt. Die Nachricht trifft uns an einem Aufbautag. Aber: Morgen ist die nächste Vorstellung und sie wird stattfinden.

4. Juli
UBUNTU -der Circus nimmt an der Trauerfeier teil und gestaltet sie mit. Die Arbeit geht anschließend weiter, mit drei Stunden Verspätung wird ab 18.00 Uhr aufgebaut. Morgen ist die nächste Vorstellung. Wir versinken! Regen und Matsch und Schlamm! Ständig melden irgendwelche Zelte "Land unter". Fast alle sind erkältet.
Damp ist die Krönung! Zuschauer und Mitarbeiter laufen über Stege und Bohlen. Alles ist schmutzig, kalt, nass und klamm ... . Zugmaschinen und Wagen fahren sich fest. Selbst ein großer Bagger kann uns nur mit Mühe befreien.
In Laboe droht Fieber für alle! Der Chief bietet Fußbäder und -massagen an. Von 25 Tourneetagen sind nur vier trocken! Unsere Geschichte ist unsere Geschichte: Streit, Launen und Stimmungen begleiten uns. UBUNTU aber lebt weiter!

August
Rolf Brinkmann, Freund und Förderer lädt die Gäste seines 60. Geburtstages zu einem ungewöhnlichen Fest: UBUNTU gibt eine Ehrenvorstellung.

September
Das Wochenende in Hannover ist früh ausverkauft.

Oktober
Die sechs Abschlussvorstellungen auf dem Johannisberg (natürlich im strömenden Regen) sind ausverkauft. Wieder unterschreiben 62 Menschen den Vertrag für 1999. Wir müssen unser erstes Winterquartier verlassen, es wird abgerissen. Der ganze Troß wird vorbereitet, auf einer Wiese abgestellt zu werden. Die Techniker weinen: Schon einmal - 1996 - mussten sie bei Schnee und Eis unter freiem Himmel arbeiten. 48 Stunden vorher bekommen wir ein neues Domizil zugesagt. Es ist ein echtes Luxushotel: Heizung, Wasser, WCs, Mannschaftsräume, Küche, Konferenzzimmer ... Wir beschließen: Wir wagen den Neubau von sechs Mannschaftswagen, die wir aus Holland kaufen wollen.

November
In Meppen entdecken wir unseren Kostümanhänger, einen 9m-Jumbo. Auf abenteuerlichen Wegen kommt er nach Bielefeld. Der Regen läßt uns keine Ruhe, wo kommen die Mannschaftswagen her? Werden es 1999 doch wieder Zelte? Ende des Monats kommen tatsächlich die ersten 6m-Wagen aus Holland. Drei davon werden sofort abgerissen. Das Dach der Halle hängt jetzt voller Wagendächer, die Fahrgestelle werden entrostet, Bremsen und Zuggabeln müssen erneuert werden. Die Arbeit wird Monate dauern.

Dezember
Zwei Tage vor Weihnachten kommen die letzten Wagen, jetzt fehlen noch zwei neue Trecker und eine Zugmaschine, dann können wir ... alles reparieren. Die Vorbereitungen für den Tag der offenen Tür beginnen. Ein Zirkus im Winterlager, mit freundlichen Mitarbeitern, die alles zeigen und erklären, das müßte doch interessant sein, obwohl der Jahrestag der Gründung der 1. Januar ist ...